UN-Weltbienentag, Schüler ernten Honig

Perfektes Timing: Kurz vor dem UN-Weltbienentag am 20. Mai gab es den ersten Honig der Saison an der Realschule plus in Boppard. Am 16. Mai konnten die Schüler der Bienen-AG aus den Waben eines ihrer vier Bienenvölker 22 kg Honig schleudern.

Seit mehr als 25 Jahren begeistern sich Schüler der Realschule plus fürs Imkern in der schuleigenen Bienenzucht. Jeden Donnerstagnachmittag wappnen sie sich mit Schutzanzug und Rauch aus dem “Smoker” für die Arbeit an den Stöcken. “Die erste Honigernte im Frühjahr ist ein Highlight für die Schüler”, sagt der Leiter der AG, Matthias Adler, und ergänzt:” Nach getaner Arbeit gibt es für alle Baguette mit Butter und frischem Honig – ein Hochgenuss”. Die Schulbienen hatten die Waben im Frühjahr reichlich gefüllt und mit Wachs verschlossen – “verdeckelt”, wie der Imker sagt. Sie wurden zuerst mit einem Spezialwerkzeug “entdeckelt” und anschließend mit niedriger Drehzahl geschleudert, damit sie nicht brechen. Denn nach dem Schleudern werden die meisten Waben wieder benötigt: zurück in den Stock gehängt, werden sie erneut von den Bienen bearbeitet.

 

Der von den Vereinten Nationen ausgerufene Weltbienentag am 20. Mai fand 2018 zum ersten Mal statt. Damit will die UN an diesem Tag weltweit auf die Bedeutung der Bienen und anderer bestäubender Insekten für intakte Ökosysteme und die Ernährung der Menschheit aufmerksam machen. Jeden dritten Bissen, den wir zu uns nehmen, verdanken wir der Bestäubungsleistung der Bienen. So gesehen ist der Honig “nur” eine willkommene Zugabe zu der eigentlichen Leistung dieser nützlichen Insekten.

 

 

Bild 1: Die Waben werden aus dem Bienenstock herausgenommen.

 

Bild 2: “Entdeckeln” der verschlossenen Waben

 

 

Bild 3: Fingerspitzengefühl gefragt; Vorsichtiges Schleudern, damit die Wabe nicht bricht

 

 

Bild 4: Frischer Honig fließt durchs Sieb

 

 

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