Die beiden siebten Klassen unserer Schule nahmen an zwei mehrstündigen Projekttagen zur Suchtprävention mit dem Schwerpunkt Alkoholkonsum teil. Geleitet wurden die Projekttage von Patrick Bock, der für die Suchtprävention der Caritas Rhein Hunsrück-Kreis tätig ist. Als roter Faden begleiteten die fiktiven Jugendlichen Tim und Lisa die Klassen durch die Stunden. Die beiden planen eine Party – und die Schülerinnen und Schüler halfen ihnen dabei, verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen und mögliche Risiken zu erkennen. An beiden Tagen arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen, lösten Aufgaben gemeinsam und sammelten dabei Punkte für ihr Team. Dieses spielerische Element sorgte für zusätzliche Motivation und machte deutlich, dass Prävention nicht trocken sein muss, sondern aktiv und lebendig gestaltet werden kann. Die Jugendlichen wurden kontinuierlich einbezogen – durch Schätzfragen, Diskussionen, praktische Übungen und eigene Rechercheaufträge. Die Projekttage deckten eine breite Palette an Themen ab, die für Jugendliche besonders relevant sind:
- Grundlagen des Jugendschutzgesetzes
- Auswirkungen und Risiken von übermäßigem Alkoholkonsum
- Erkennen von Gefahrensituationen
- Erste-Hilfe-Maßnahmen wie stabile Seitenlage und korrektes Absetzen eines Notrufs
- Umgang mit Menschen, die Alkohol konsumiert haben
- Ideen für eine gelungene Party ohne Alkohol – von Spielen über Musik bis hin zu kreativen Snacks
Ein besonderes Highlight war der Einsatz einer Simulationsbrille, mit der die Schülerinnen und Schüler erleben konnten, wie stark Alkohol die Wahrnehmung beeinträchtigt. Auch die Eltern wurden einbezogen: Ein kurzes Interview, das die Jugendlichen zu Hause führten, regte Gespräche über Erfahrungen, Einstellungen und Erwartungen an – ein wichtiger Schritt, um Prävention nicht nur in der Schule, sondern auch im familiären Umfeld zu verankern. Die beiden Projekttage zeigten eindrucksvoll, wie wichtig frühzeitige Aufklärung ist – und wie gut sie gelingen kann, wenn sie praxisnah, dialogorientiert und lebensweltbezogen gestaltet wird. Die Schülerinnen und Schüler gingen mit neuem Wissen, gestärkter Handlungskompetenz und vielen Denkanstößen aus dem Projekt. Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Patrick Bock für die engagierte Durchführung sowie bei unserem Schulsozialarbeiter Herrn Stephan Pfleger für seine organisatorische Unterstützung.




